Malerei, Fotografie, Grafik, Aktionismus und die breite Palette digitaler Möglichkeiten sind die Kommunikationsmittel, deren ich mich in meinem Schaffen wechselweise bediene.
Früh schon entdeckte ich meine Begeisterung für interdisziplinäres Arbeiten, was dazu führte, dass ich mich nicht ausschließlich in einem bestimmten Metier verortet habe.
Meine Arbeiten sind serielle Visualisierungen, je nach Ansatz eine Fokussierung auf Introspektives oder eine Perzeption der Zeit, in der ich lebe.
Ausschnitt aus einem Gespräch mit Kurator Robert Sichelstiel. Das Gespräch führte Matthias Bäumler.
Die Stadt Nürnberg übernimmt Werke von Karl-Heinz Matt in ihre Kunstsammlung. Damit darf er sich in der Nachfolge des berühmten Sohnes der Stadt sehen. Es ist eine Ehre, die hunderte Jahre währt.
Welche Rolle spielt das „Nachleben Dürers“ für die Kunstsammlung?
Das „Nachleben“ Dürers spielt naturgemäß eine große Rolle in den Kunstsammlungen. Das Leben des bedeutendsten Künstlers der Stadt dauerte 56 Jahre, sein Nachleben dagegen schon fast 500 Jahre an.
Nach welchen Kriterien entscheiden Sie als Kurator, was in die Kunstsammlung kommt und was nicht?
Das konservatorisch korrekte Aufbewahren von Kunstwerken ist mit hohen Kosten verbunden, insofern ist es wichtig, gut auszuwählen, was in die Sammlung übernommen werden kann. Dafür kommen nur Objekte in Frage, die als Bedeutungsträger etwas zur Stadt Nürnberg selbst, zu ihrer Kunst, Kultur oder ihrer Geschichte aussagen.
Was ist das Besondere an den Werken von Karl-Heinz Matt?
Karl-Heinz Matt hat unter anderem an der Nürnberger Kunstakademie studiert, lebt hier und fühlt sich der Stadt sehr eng verbunden. Als Künstler, insbesondere als Grafiker, bezieht er sich u. a. bewusst auf Werke Dürers. Deswegen wird er auch als „Dürer von Selb“ bezeichnet, da er dort einen Lehrauftrag hatte, was uns bewogen hat, drei seiner Arbeiten unter dem Aspekt des Dürer Nachlebens in unsere Sammlung zu übernehmen.